Mittwoch, 4. Februar 2009

Papst Benedikt in der Kritik

Alle Welt stürzt sich zur Zeit auf den Vatikan und seinen Deutschen Papst. Kurz nach der Wiederaufnahme eines britischen Bischofs hatte dieser öffentlich in einem Interview mit einem schwedischen Fernsehsender verlauten lassen, der Holocaust sei nicht geschehen. Seitdem hagelt es von allen Seiten Kritik und die Bitte um Klarstellung durch den Vatikan. Sogar Kanzlerin Merkel und SPD-Chef Müntefering schalteten sich zuletzt in die Diskussion ein. Alle Welt fordert eine Klarstellung, dabei ist diese längst passiert: Die Position des Papstes zum Thema Holocaust und Judenverfolgung ist klar. Der Papst ist kein Holocaustleugner und er unterstützt dies auch nicht. Er hatte sich letzte Woche bereits klar von den Aussagen des britischen Bischofs Williamson distanziert. 

Die aktuelle Diskussion zeigt sehr deutlich, wie einflussreich Journalisten sein können, die ein Thema immer und immer wieder neu auflegen und weiter ausschlachten wollen. Bei einer genauen Analyse der Fakten wäre die gegenwärtige Situation absolut nicht zu führen. Stattdessen zwingen mehr und mehr einseitige Artikel in großen Tages- und Wochenzeitungen immer neue Politiker zu Stellungnahmen und das Thema bleibt akut.

Sonntag, 1. Februar 2009

Eklat beim World Economic Forum in Davos

Dass auch Politiker nicht immer Ruhe bewahren zeigte sich nun einmal mehr auf dem diesjährigen World Economic Forum in Davos. Eine Podiumsdiskussion hatte der der türkische Ministerpräsident Erdogan verlassen, nach dem er nur 12 Minuten Redezeit zugesprochen bekommen hatte. Dem vorausgegangen war eine scharfe Diskussion mit Israels Präsident Scimon Peres. Im Nachhinein bemühten sich beide Seiten die Wogen zu glätten. Es täte ihm "sehr leid" ließ Scimon Peres verlauten. Erdogan hingegen erklärte: "Ich respektiere Peres, deswegen habe ich meine Stimme auch nicht erhoben. Was er sagte, war nicht wahr, auch wir haben die Fakten." 
Ob die Auseinandersetzung in Davos langfristig spürbare diplomatische Folgen hat lässt sich indes noch nicht sagen. Klar ist jedoch das die augenblickliche Lage im Nahen Osten einmal mehr äußerst angespannt ist.